Urban Gardening klingt wie ein aktueller Trend des letzten Jahrzehnts, ist es aber nicht. Die Idee freie Flächen als Gärten bzw. für die landwirtschaftliche Nutzung zu verwenden gab es schon in der Antike und im Mittelalter. Damals ging es natürlich hauptsächlich um die Möglichkeit selbst Nahrungsmittel zu erzeugen, heute ist auch die Optik ein wesentlicher Faktor.

 

Bei Urban Gardening handelt es sich nicht bloß um einen netten Zeitvertreib, sondern es ist gelebte Nachhaltigkeit. Wer zum Beispiel sein Obst und Gemüse selbst anbaut sorgt für eine Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden, vermeidet lange die Umwelt belastende Transportwege durch Verringerung des Ausstoßes von Kohlendioxid und greift auf seine eigenen saisonalen Produkte zurück.

 

Die CPI Immobilien setzt schon seit längerer Zeit auf diesen Trend, und zwar sowohl bei Neubauprojekten als auch bei der Sanierung von Wiener Zinshäusern.

 

Bei Neubauprojekten wie Riverbank Homes und Markhof Boulevard ist die Schaffung von umfangreichen Freiflächen zur Begrünung ein wichtiger Planungspunkt. Bei Sanierungsprojekten wie zum Beispiel der Fuchsthallergasse 20 wurde dieses Thema beim Dachbodenausbau berücksichtigt und in Form von Dachterrassen umgesetzt. Bei dem Projekt Vorgartenstraße 174 wurden sogar Balkontürme errichtet. So verfügt jede Wohnung über einen Balkon oder eine Terrasse und bietet jede Menge Möglichkeiten zum „Garteln in der Stadt“.

 

Wer denkt, Urban Gardening ist alle jenen vorbehalten, die sich über einen Balkon oder Garten erfreuen, liegt falsch. Jeder kann mitmachen, denn schon ein Fensterbrett ist ausreichend.

 

Die wichtigsten Tipps für angehende City-Gärtner

 

Das Hochbeet

Wenn man dafür Platz hat kann man fast alles anbauen, wie zum Beispiel Kartoffeln, Zucchini, Tomaten, Radieschen, Kräuter und Salate (Kräuter und Salate sind vor allem für Anfänger ideal). Aber auch Sorten wie Mangold oder Pak Choi können in einem Hochbeet angebaut werden.

 

Der Balkon

Hat man einen Balkon zur Verfügung sind Blatt- und Schnittgemüse eine ideale Wahl, aber auch Fisolen oder Erdbeeren. Will man sich an größeren Pflanzen wie zum Beispiel Paprika, Gurken oder Pfefferoni versuchen, müssen Töpfe verwendet werden, die mindestens 15 Liter Erde fassen.

 

Zeitpunkt und Sonneneinstrahlung

Blumenpflanzen sollte man erst im Mai, nach den sogenannten „Eisheiligen“, im Freien einpflanzen. Die meisten Pflanzen benötigen auch ausreichend Sonne, mindestens 5 Stunden am Tag sollten es auf jeden Fall sein. Sich den Rat von Fachpersonal in einer Gärtnerei zu holen ist für Anfänger auf jeden Fall empfehlenswert.

 

Blumen

Für Anfänger eignen sich am besten Lavendel, Geranien, Strauchmargeriten, Rosen, Hortensien und Efeu. Beim Kauf von Blumen ist es wichtig, darauf zu achten welchen Standort sie mögen, damit die Blümchen sich wohl fühlen und wir lange Freude an ihnen haben.

 

Bewässerung

Wichtig ist, dass dies regelmäßig erfolgt und vorzugsweise morgens, damit die Erdoberfläche im Laufe des Tages abtrocken kann. Dadurch wird die Verbreitung von schädlichen Pilzen vermieden. Das Wasser sollte auch nicht einfach über die Pflanze „geschüttet“ werden, sondern vorsichtig direkt auf die Erde.

 

Gestaltungsmöglichkeiten

Hochbeete sind ein Haupttrend und eignen sind nicht nur für Terrassen und Balkone sondern auch hervorragend für Innenräume und sind vor allem ideal für den Anbau von Kräutern und Gemüse.

Ebenfalls sehr angesagt sind sogenannte „Mini-Gewächshäuser“. Sie lassen sich supereasy selbst basteln, indem man einfach geeignete Windlichter und Laternen umfunktioniert. Dies empfiehlt sich allem für alle Arten von Sukkulenten und Kaktusgewächse.

 

Vertical Gardening

Ausgehend von dem französischen Botaniker und Gartenkünstler Patric Blanc, welcher die sogenannten „grünen Wände“ entwickelt hat, hat dieser Trend mittlerweile die gesamte Welt erreicht. Damit gibt es auch keine Ausreden mehr, um nicht auch auf kleinstem Raum seinen Minigarten anzulegen, denn für Vertival Gardening braucht es gerade mal 10 cm Platz.

 

Besonders geeignet für Vertical Gardening sind Pflanzen mit starken Wurzeln und einer gewissen Flexibilität, sie sollten also nicht zu holzig sein. Ideal sind zum Beispiel Begonien, Moose oder Wachsblumen wie etwa Hoya carnosa.

Will man es lieber mit Gemüse versuchen dann eignen sich dafür Bohnen, Tomaten, Paprika oder Gurken.

Der Wasserbedarf ist beim Vertical Gardening ist aufgrund der höheren Sonnenbestrahlung wesentlich höher als bei einer normalen Kübelbepflanzung. Wenn man darauf achtet, steht dem vertikalen Garten jedoch nichts mehr im Weg.

 

Der Kartoffelturm

Was hat die meisten bis jetzt daran gehindert selbst Kartoffeln anzubauen? Der Platzmangel. Dafür gibt es jetzt eine Lösung, und zwar den sogenannte n„Kartoffelturm“ – eine Art Hochbeet für Kartoffeln.

 

Er besteht aus diversen dreieckigen Elementen – meistens aus Stahl oder Kunststoff – die man einfach übereinandersteckt sobald diese mit Saat und Erde befüllt sind.

 

Urban Gardening ist mehr als einfach nur gärtnern. Es steht für Kreativität, sowohl bei der Auswahl der Pflanzen, die angebaut werden als auch bei den dafür notwendigen Gefäßen.  Eimer, Paletten, alte Konservendosen, Weidenkörbe, Vasen – alles kann und darf verwendet werden. Durch upcycling lassen sich die tollsten Ideen umsetzen. So wird aus alten Milchverpackungen ganz einfach ein stylishes Pflanzengefäß.

 

Auch Plastiktüten und -flaschen finden wieder Verwendung. Die Plastikflasche wird einfach auf die richtige Größe zugeschnitten (den entstehenden scharfen Rand eventuell mit einem Feuerzeug „glätten“) und Löcher für den Abfluss des Wassers gebohrt und schon hat man ein Mini-Blumenbeet. Aus einer schier nutzlosen Plastiktüte entsteht rasch ein Pflanzsack. Einfach ausreichend Löcher in die Tüte stechen, Erde hineinfüllen und die gewünschte Pflanze einsetzen.

 

Mehr zum Thema Urban Gardening gibt es bald wieder hier am Blog. Bleiben Sie dran!