Der Anfang ist – wie immer – das Schwierigste. Aber wenn es einmal geschafft ist, hat es etwas Befreiendes und Sie haben nicht nur endlich wieder Platz gewonnen, sondern es gibt auch wieder Klarheit und Struktur in der Wohnung.

 

Die ganze Wohnung auszumisten kann für manche von uns zuviel sein, daher vielleicht die Entrümpelung einfach in mehrere, kleine Projekte aufteilen: den Kleiderschrank, das Arbeitszimmer, die Bücherschränke usw.

 

Ganz wichtig: Legen Sie gleich zu Beginn eine Belohnung für sich selbst fest, die Sie sich nach erledigter Arbeit gönnen werden! Aber bitte nichts Neues kaufen, das wäre kontraproduktiv, nicht wahr? Wie wäre es zum Beispiel mit einem Kinobesuch mit Freunden?

 

Bei der Entscheidung, ob etwas weg soll oder bleiben darf, helfen ein paar einfache Fragen.

 

Habe ich es schon länger als 6 Monate – aber das Preisschild klebt noch drauf?

 

Auch wenn man sofort sieht, wieviel Geld man hier offenbar sinnlos ausgegeben hat: Es kommt weg, der Kauf war unnötig. Aber es gibt sicher viele Menschen, die daran noch Freude haben können, also: online verkaufen oder ab damit zum Flohmarkt.

 

Habe ich es doppelt?

 

Vier alte Handys im Schrank, 30 Kugelschreiber in der Lade, 50 Wassergläser, 12 weiße T-Shirts, 8 Gießkannen, 5 Flaschenöffner … niemand braucht das! Und Sie finden sicher auch in Ihrer Wohnung entsprechende „Anhäufungen“ von Dingen. Also bitte umgehend reduzieren, mindestens um 50 %.

 

Wo liegt es?

 

Brauchen Sie schon eine halbe Stunde, um das Ding zu finden? Liegt es ganz hinten im Keller, der Rumpelkammer oder im Kleiderschrank? Das hat sicher einen Grund: Sie wollen es nicht mehr sehen. Und damit ist die Entscheidung schon getroffen: Es kann weg.

 

Werde ich es jemals anziehen?

 

Es ist hart, aber wir müssen ehrlich zu uns sein: Wir werden dieses neongrüne Minikleid in diesem Leben nicht mehr anziehen. Und auch nicht diese tolle Leoparden-Leggings. Alles hat seine Zeit: Die Zeit dieser Kleidungsstücke ist längst vorbei.

 

Hat es einen ideellen Wert für mich?

 

An vielen Dingen hängen wertvolle Erinnerungen. Aber auch hier gilt es: Hinterfragen Sie sich selbst kritisch – und vielleicht reicht ja auch ein Foto davon?

 

Magic Cleaning – die KonMari-Methode

 

Die Japanerin Marie Kondo (daher KonMari-Methode) gilt weltweit als Aufräum-Queen. Sie verspricht mit ihrer Methode, dass man nie mehr im Chaos lebt: Wer in einem Rutsch in kurzer Zeit alles „perfekt“ aufräumt, braucht es dann nie wieder tun. Alle Gegenstände werden in Kategorien eingeteilt und jeder Gegenstand einzeln geprüft, ob man an ihm noch Freude hat.

 

Die Kategorien sind (und diese Reihenfolge sollte eingehalten werden):

 

  1. Kleidung, Schuhe und Taschen
  2. Bücher
  3. Unterlagen und Dokumente
  4. Restliches wie z.B. Haushaltsgeräte
  5. Erinnerungsstücke

Nach Marie Kondo werden zu Beginn der Aktion alle Dinge einer Kategorie auf einen Haufen geworfen, um zu visualisieren, wieviel man von einer Sache wirklich hat. Anschließend nimmt man jedes Stück in die Hand und fragt sich, ob es einen glücklich macht. Kommt kein klares Ja, wird das Stück entsorgt.

 

Jedes Stück, das man behält, bekommt einen genau festgelegten Platz in der Wohnung und wird nach Gebrauch auch immer wieder an diesen Platz zurückgestellt.

 

Bei Kleidung gibt es von Marie Kondo noch einen besonderen Tipp: T-Shirts und Hosen sollen so gefaltet und gestapelt werden, dass sie in der Lade aufrecht stehen. So sehen Sie auf einen Blick, was alles da ist.

 

Diese Methode funktioniert natürlich nur dann, wenn man seine Kaufgewohnheiten auch dauerhaft umstellt. Alles Überflüssige muss weg und es kommen nur mehr Dinge neu ins Leben, die uns glücklich machen! Wenn Sie mehr von Marie Kondo und ihrer Devise „How to spark joy“ sehen möchten, schauen Sie doch einmal hier auf YouTube vorbei: https://www.youtube.com/watch?v=zNscTvN6oHs&list=PLvahqwMqN4M1AYWIa0bhYVhfV3z_AB1FF

 

So, und jetzt geht es los. Überwinden Sie sich. Laden Sie Freunde ein. Die können Ihnen einerseits helfen – und deren zusätzliche (eher objektive) Meinung schadet andererseits auch nicht, um Überflüssiges zu erkennen. Und vielleicht können die Freunde auch etwas von dem Aussortierten gebrauchen, dann ist auch der „Trennungsschmerz“ nicht so groß – denn es bleibt ja in Ihrer Nähe.

 

Viel Erfolg und gutes Gelingen!

 

 

Neue Infos zum Wohnen im Jahreskreis gibt es bald wieder in diesem Blog – bleiben Sie dran !