CO-LIVING Mehr­generationen­wohnen

„Jung & Alt gehört nicht zusammen“ sagt man oft. Für viele von uns ist es unvorstellbar, mit seinen Eltern und vielleicht sogar Großeltern unter demselben Dach zu wohnen. Wir wollen spätestens nach Abschluss des Studiums unsere eigene Wohnung, ein eigenes Heim schaffen und uns von den Eltern loslösen. 

Dennoch ist der Begriff „Generationen Wohnen“ allgegenwärtig und hat auch Einfluss auf den modernen Wohnbau. Generationen-Wohnen steht jedoch längst nicht mehr für große Einfamilienhäuser, in denen Jung und Alt zusammenleben, wie es bei der älteren Generation teilweise noch völlig normal war. Heute versteht man darunter modernes und vernetztes Wohnen verschiedener Altersklassen.

Mehr-Generationen-Wohnen ist in. Seniorenheim ist out.

Die Generation der Best-Ager sind keine Senioren mehr, die ihren Lebensabend im Altersheim verbringen wollen. Alter existiert nur noch auf dem Papier.  Die sogenannte Silver Society genießt das Leben in vollen Zügen, geht auf Reisen, will etwas erleben, ist aktiv und betreibt Sport. Vielleicht haben sie graue Haare, aber ganz bestimmt kein graues Leben. 

Daher versteht es sich von selbst, dass die Generation 60plus ihren wohlverdienten Lebensabend nicht in einem Seniorenwohnheim verbringen will. Immer mehr ältere Menschen suchen daher nach alternativen Wohnformen. 

Der Wohnungsmarkt reagiert auf diese Anforderung mit der Errichtung von zunehmend mehr Wohnbauprojekten, die die Bedürfnisse unterschiedlicher Altersgruppen vereinen und eine perfekte Symbiose des Zusammenlebens ermöglichen. Neben Wohnungen, die mit einfach zu bedienenden Sicherheits- und Notrufeinrichtungen ausgestattet sind, spielen Barrierefreiheit, einfach zu erreichende Allgemeinflächen und die Apartmentgröße eine wichtige Rolle. Auch die Errichtung von Zustellboxen in den Wohnhäusern, soll den älteren Bewohnern den Verbleib in ihren eigenen vier Wänden bis ins hohe Alter möglich machen. 

Mit zunehmendem Alter steigt das Bedürfnis nach Sicherheit und Komfort.  Diese Ansprüche haben Einfluss auf die Planung der modernen Mehr-Generationen-Projekte. 

Vernetzung und Integration sind der Schlüssel

Neben entsprechenden Wohnungsgrößen und Ausstattung steht das gemeinsame Wohnen im Vordergrund. Unterschiedliche Altersgruppen sollen in einem Wohnhaus unter einem Dach vereint werden. Integration und Vernetzung spielen dabei eine große Rolle. Es sollen soziale Netzwerke entstehen, die ein freundschaftliches Miteinander und gute Nachbarschaft über alle Altersstufen hinweg ermöglichen. Hausinterne Kommunikationstools wie Intranet oder Whatsapp-Gruppen sollen das unterstützen. 

Vorteile für alle

Beim Generationenwohnen leben Jung und Alt unter einem Dach zusammen. Darin steckt großes Potenzial in der gemeinsamen Kommunikation. Jede Generation kann von den Erfahrungen der anderen Generation profitieren. 

Das gemeinsame Miteinander ist einer der wichtigsten Faktoren am Generationenwohnen. Gerade unter älteren Menschen ist Einsamkeit ein stark verbreitetes Thema. Aber auch junge Menschen fühlen sich Umfragen zufolge isoliert. Das Zusammenführen von Jung und Alt hilft dabei, ein soziales Netzwerk zu schaffen und Einsamkeit entgegenzuwirken. 

Bei dieser Form des Wohnens kommt es darauf an, Synergien zu schaffen. Ältere BewohnerInnen können bei der Kinderbetreuung helfen, babysitten oder vor Ort sein und Lieferungen entgegennehmen. Die jüngeren Bewohner können im Haushalt unterstützen oder Fahrten zum Arzt und Einkäufe übernehmen.

Mehr zum Thema Co-Living gibt’s bald wieder hier am Blog. Bleiben Sie dran!