Warum wir auf den Zero Waste Zug aufspringen sollten

Mehr als 2 Milliarden Tonnen Müll werden weltweit jedes Jahr produziert und sollte sich unser Wegwerf- und Konsumverhalten nicht ändern wird sich diese Menge um bis 2050 um ca. 70% steigern.

Nicht nur die Menge allein ist alarmierend, sondern auch die Tatsache, dass nur etwa 7% der Müllmenge recycelt werden kann. Das liegt daran, dass ein Großteil unseres Mülls aus Kunststoff und daher nicht biologisch abbaubar ist.

Wir alle haben schon Bilder von riesigen Plastikinseln in den Weltmeeren gesehen, oder von giftigen Elektroschrottdeponien in Afrika und Indien und von mit Mikroplastik verseuchten Fischen gehört.

Daher ist es Zeit umzudenken!  Die Philosophie von „Zero Waste“ wirkt im ersten Moment schwer umsetzbar, aber viele einfache kleine Schritte, die im Alltag leicht durchführbar sind, können schon sehr viel bewirken.

Diese Tipps zur Müllvermeidung lassen sich ganz einfach umsetzen:

Machen Sie Schluss mit Einwegplastik

Um den Plastikverbrauch zu reduzieren, nehmen Sie zum Einkaufen immer ein Stoffsackerl mit.  Auch sollten Sie Obst und Gemüse nur mehr unverpackt kaufen. Da vieles nicht unverpackt im Supermarkt angeboten wird, kann man einfach mal den lokalen Markt ausprobieren.  Dort ist alles frisch, plastikfrei und es werden häufig regionale Produkte angeboten, was obendrein noch hilft CO2 zu reduzieren.

Mehrweg statt Einweg lässt sich auch bei diesen Produkten ganz easy umsetzen:

Sie müssen nicht gleich auf den Genuss von Kaffee für unterwegs verzichten. Auf die üblichen Coffee To Go Becher allerdings schon. Setzen Sie lieber auf einen hübschen wiederverwendbaren Becher aus Edelstahl oder Bambus. Viele Shops honorieren das sogar, indem der Kaffee im mitgebrachten Becher weniger kostet. So helfen Sie der Umwelt und schonen das Börserl.

Auch bei Strohhalmen gilt: Plastik ist out! Glas, Papier, Bambus oder Edelstahl sind in. Bestellen Sie Ihre Getränke ab sofort besser immer ohne Strohhalm oder fragen Sie nach, welche Strohhalme verwendet werden.

Vermeiden Sie Einweg-Plastikflaschen und kaufen Sie besser Mehrweg-Glasflaschen. Für unterwegs gibt es eine riesige Auswahl an Mehrwegflaschen, die nicht nur hübsch sind, sondern auch praktisch.

Weniger ist MEHR

Natürlich können Sonderangebote oft verlockend sein, aber der alte Spruch „Wer billig kauft, kauft teuer“ gilt tatsächlich sehr häufig.  Meist gehen Billig-Produkte – egal ob Möbel, Kleidung, Elektro- oder Küchengeräte – schnell kaputt. Dann hat man nicht nur erneute Kosten, sondern leider auch unnötigen Müll produziert. Bei Küchenutensilien machen sich teure Investitionen wirklich bezahlt. Eine Gusseisenpfanne scheint auf den ersten Blick viel teurer als eine Teflon-Pfanne. Bei der richtigen Pflege kann das Gusseisenmodell allerdings lebenslang halten. Werfen Sie doch mal einen Blick in Großmutters Küche und überzeugen Sie sich.

Jeder von uns kennt das doch – etwas ist kaputt, also weg damit – nicht weiter nachdenken. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten gleichzeitig Müll zu vermeiden und daraus sogar noch etwas Schönes und Praktisches zu „zaubern“.

Leere Toilettenpapierverpackungen können zum Beispiel als Müllbeutel wiederverwendet werden. Alte Eierkartons sind hervorragend für die Aufzucht von Setzlingen zu gebrauchen. Die Kammern mit etwas Aufzuchterde anfüllen, Samen hineingeben und befeuchten. Verpackt man den Eierkarton dann in eine halbdurchsichtige Mülltüte und stellt ihn an einem warmen, hellen Ort ab fangen die Setzlinge schnell zu wachsen an. Die Kartons eignen sich auch perfekt als Sortierhilfe für Knöpfe, Nähzubehör und Schmuck und geben in der Grillsaison tolle Grillanzünder.

Dass Kaffeesatz perfekt für den Komposthaufen ist, wissen viele. Aber er eignet sich auch als pflegendes Peeling mit Anti-Cellulite-Effekt. Koffein ist einer der Hauptwirkstoffe in Cellulite-Produkten. Sie können auf die kostspieligen Cremes getrost verzichten und sich Ihre Pflege einfach selbst herstellen. Mischen dazu den Kaffeesatz einfach mit ein wenig Kokos. oder Olivenöl und geben sie ein paar Tropfen reine ätherische Öle wie z.B. Orange dazu. Sie werden staunen wie zart und glatt sich Ihre Haut danach anfühlt.

Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!

 

Mehr Tipps & Tricks zu diesem Thema gibt es bald wieder hier am Blog. Bleiben Sie dran!