URBAN GARDENING: Hoch hinaus – Vertikale Gärten für kleine Balkone

URBAN GARDENING: Hoch hinaus – Vertikale Gärten für kleine Balkone

Laut Ralph Waldo Emerson sind „Blumen das Lächeln der Erde“ und damit auch wir mit nur einem sehr kleinen Balkon solch ein Lächeln ausgiebig genießen können ist Vertical Gardening die optimale Lösung.

Ein wenig gärtnerisches Know-How und viel Fantasie, das reicht, um eine grüne Wohlfühloase vor der Balkontür zu genießen, je nach Geschmack mit viel Blumen dekoriert oder zum Obst- und Gemüsegarten umfunktioniert.

Das Prinzip von vertikalen Gärten ist einfach: Eine Vielzahl an Pflanzen wird neben- und übereinander an einer Wand befestigt.  Der an der Wand wuchernde Efeu ist ja schon lange bekannt (und nicht empfehlenswert, da er enorme Schäden an der Fassade anrichten kann). Der neue Trend ist es, mit verschiedenen Systemen Beete in die Höhe wachsen zu lassen.

Bei der Auswahl der Pflanzen sollte man darauf achten, solche zu verwenden, die starke Wurzeln haben, um sich teilweise selbst zu halten. Auch holzige Pflanzen sind nicht ideal, da sie nur gerade in die Höhe wachsen. Zu beachten ist auch das individuelle Lichtbedürfnis der jeweiligen Pflanze, daher sollten immer jene mit ähnlichem Lichtbedürfnis nebeneinander gepflanzt werden.

Dann gilt noch die Regel: je mehr Licht die Pflanze braucht, desto weiter oben sollte sie angebracht werden. Pflanzen, die es gerne schattig mögen, werden in Bodennähe gepflanzt.

Ideale Pflanzen für Vertikal Gardening sind Begonien, Moose, Sukkulenten, Wachsblumen, Kräuter wie Rosmarin, Dill, Salbei, Schnittlauch oder Kresse, Lavendel,  Erdbeeren, Tomaten, Radieschen, Mangold, Phlox, oder Hortensien um nur einige zu nennen.

Dachrinnen als Blumen- und Gemüsebehälter

Diese grünen Balkon-Oasen müssen auch nicht teuer sein, „Do-it-yourself“ ist angesagt, dies spart Geld und ist oft auch viel kreativer.

Zuerst wird die Wand, an welcher der vertikale Garten in Form von Dachrinnen angebracht werden soll, gereinigt und Holzleisten an der Wand montiert. Diese dienen als Basis für die Halterung der Rinnen. Damit die Dachrinnen stabil hängen, benötigt man für jede Rinne zwei Halterungen die an diesen Leisten befestigt werden müssen.

Vor Befestigung an der Wand werden noch einige kleine Löcher in regelmäßigen Abständen in die Rinne gebohrt, damit überflüssiges Wasser abfließen kann und es nicht zur Bildung von Schimmel oder Fäule kommt. Dann noch die Dachrinnenendstücke anbringen und falls notwendig mit Heißkleber versiegeln.

Ein kleiner Tipp: Dachrinnen sind nicht sehr tief. Wählen Sie daher Pflanzen aus, die eher in die Breite wachsen!

Hängende Kräuterregale

Die ideale Lösung um trotz geringen Platzes viele verschiedene Kräuter anzupflanzen, sind hängende Kräuterregale. Dazu kann einfach ein Wandregal zweckentfremdet werden oder man bindet einige Körbe mit Seilen aneinander. Durch die unterschiedliche Länge der Seile hat man somit einen Kräutergarten auf mehreren Etagen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Plastikflaschen. Diese werden an der breitesten Stelle durchgeschnitten und Löcher für den Wasserabfluss gemacht. Am oberen Rand werden noch zwei gegenüberliegende Löcher in die Flasche gestanzt, die als Basis für die Aufhängung dienen.  Danach wird Erde eingefüllt und die Kräuter gepflanzt. Die fertig befüllten Flaschen werden einfach mit Seilen in der gewünschten Anzahl und Höhe aufgehängt.

Blumenkästen und -töpfe „2020“

Wer die gängigen Töpfe aus dem Baumarkt langweilig findet, kann eine kreative Upcycling-Idee auf seinem Balkon umsetzen. Dabei werden anstelle von Blumentöpfen und Pflanztrögen einfach alte Tragetaschen, Einkaufskörbe, Schuhe, Koffer oder Vogelhäuschen verwendet. Meist reicht es ein paar Löcher als Wasserabfluss hineinzubohren; manchmal muss das Material (z. B bei Schuhen) vorher imprägniert werden, damit eine längere Haltbarkeit gegeben ist.

Mit diesen Ideen erhält der Balkon eine sehr individuelle Note und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Gestapelte Blumentöpfe

Wer sich doch für Blumentöpfe entscheidet, kann diese originell arrangieren – nämlich nicht nebeneinander sondern übereinander.

Basis dafür ist eine Holz- oder Metallstange, die in einen befüllten Blumentopf gesteckt wird. Auf dieser Stange können beliebig viele Topfe schräg übereinandergestapelt werden, sodass kleine Etagen entstehen.

Glühbirnen als Miniatur-Treibhaus

Kaputte Glühbirnen sollte man auf keinen Fall wegwerfen, diese sind ideal geeignet als Platz für kleine Pflänzchen.

Zuerst müssen die alten Drähte aus dem Glaskörper entfernt werden, dann kommt eine dünne Schicht Kieselsteine in die Glühbirne und anschließend Erde. Moos eignet sich perfekt zur Dekoration. Dann nur mehr die Pflanze in die Glühbirne setzen. Hierfür eignen sich am besten Sukkulenten, da diese Pflanzen sehr wenig Wasser benötigen.

 

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Neue Ideen zur Balkongestaltung gibt es bald wieder hier am Blog! Bleiben Sie dran!

 

Urban Gardening – So einfach werden Sie zum Gärtner in der Stadt

Urban Gardening

So einfach werden Sie zum Gärtner in der Stadt

Urban Gardening klingt wie ein aktueller Trend des letzten Jahrzehnts, ist es aber nicht. Die Idee freie Flächen als Gärten bzw. für die landwirtschaftliche Nutzung zu verwenden gab es schon in der Antike und im Mittelalter. Damals ging es natürlich hauptsächlich um die Möglichkeit selbst Nahrungsmittel zu erzeugen, heute ist auch die Optik ein wesentlicher Faktor.

Bei Urban Gardening handelt es sich nicht bloß um einen netten Zeitvertreib, sondern es ist gelebte Nachhaltigkeit. Wer zum Beispiel sein Obst und Gemüse selbst anbaut sorgt für eine Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden, vermeidet lange die Umwelt belastende Transportwege durch Verringerung des Ausstoßes von Kohlendioxid und greift auf seine eigenen saisonalen Produkte zurück.

Die CPI Immobilien setzt schon seit längerer Zeit auf diesen Trend, und zwar sowohl bei Neubauprojekten als auch bei der Sanierung von Wiener Zinshäusern.

Bei Neubauprojekten wie Riverbank Homes und Markhof Boulevard ist die Schaffung von umfangreichen Freiflächen zur Begrünung ein wichtiger Planungspunkt. Bei Sanierungsprojekten wie zum Beispiel der Fuchsthallergasse 20 wurde dieses Thema beim Dachbodenausbau berücksichtigt und in Form von Dachterrassen umgesetzt. Bei dem Projekt Vorgartenstraße 174 wurden sogar Balkontürme errichtet. So verfügt jede Wohnung über einen Balkon oder eine Terrasse und bietet jede Menge Möglichkeiten zum „Garteln in der Stadt“.

Wer denkt, Urban Gardening ist alle jenen vorbehalten, die sich über einen Balkon oder Garten erfreuen, liegt falsch. Jeder kann mitmachen, denn schon ein Fensterbrett ist ausreichend.

Die wichtigsten Tipps für angehende City-Gärtner:

Das Hochbeet:

Wenn man dafür Platz hat kann man fast alles anbauen, wie zum Beispiel Kartoffeln, Zucchini, Tomaten, Radieschen, Kräuter und Salate (Kräuter und Salate sind vor allem für Anfänger ideal). Aber auch Sorten wie Mangold oder Pak Choi können in einem Hochbeet angebaut werden.

Der Balkon:

Hat man einen Balkon zur Verfügung sind Blatt- und Schnittgemüse eine ideale Wahl, aber auch Fisolen oder Erdbeeren. Will man sich an größeren Pflanzen wie zum Beispiel Paprika, Gurken oder Pfefferoni versuchen, müssen Töpfe verwendet werden, die mindestens 15 Liter Erde fassen.

Zeitpunkt und Sonneneinstrahlung:

Blumenpflanzen sollte man erst im Mai, nach den sogenannten „Eisheiligen“, im Freien einpflanzen. Die meisten Pflanzen benötigen auch ausreichend Sonne, mindestens 5 Stunden am Tag sollten es auf jeden Fall sein. Sich den Rat von Fachpersonal in einer Gärtnerei zu holen ist für Anfänger auf jeden Fall empfehlenswert.

Blumen:

Für Anfänger eignen sich am besten Lavendel, Geranien, Strauchmargeriten, Rosen, Hortensien und Efeu. Beim Kauf von Blumen ist es wichtig, darauf zu achten welchen Standort sie mögen, damit die Blümchen sich wohl fühlen und wir lange Freude an ihnen haben.

Bewässerung:

Wichtig ist, dass dies regelmäßig erfolgt und vorzugsweise morgens, damit die Erdoberfläche im Laufe des Tages abtrocken kann. Dadurch wird die Verbreitung von schädlichen Pilzen vermieden. Das Wasser sollte auch nicht einfach über die Pflanze „geschüttet“ werden, sondern vorsichtig direkt auf die Erde.

Gestaltungsmöglichkeiten:

Hochbeete sind ein Haupttrend und eignen sind nicht nur für Terrassen und Balkone sondern auch hervorragend für Innenräume und sind vor allem ideal für den Anbau von Kräutern und Gemüse.

Ebenfalls sehr angesagt sind sogenannte „Mini-Gewächshäuser“. Sie lassen sich supereasy selbst basteln, indem man einfach geeignete Windlichter und Laternen umfunktioniert. Dies empfiehlt sich allem für alle Arten von Sukkulenten und Kaktusgewächse.

Vertical Gardening:

Ausgehend von dem französischen Botaniker und Gartenkünstler Patric Blanc, welcher die sogenannten „grünen Wände“ entwickelt hat, hat dieser Trend mittlerweile die gesamte Welt erreicht. Damit gibt es auch keine Ausreden mehr, um nicht auch auf kleinstem Raum seinen Minigarten anzulegen, denn für Vertival Gardening braucht es gerade mal 10 cm Platz.

Besonders geeignet für Vertical Gardening sind Pflanzen mit starken Wurzeln und einer gewissen Flexibilität, sie sollten also nicht zu holzig sein. Ideal sind zum Beispiel Begonien, Moose oder Wachsblumen wie etwa Hoya carnosa.

Will man es lieber mit Gemüse versuchen dann eignen sich dafür Bohnen, Tomaten, Paprika oder Gurken.

Der Wasserbedarf ist beim Vertical Gardening ist aufgrund der höheren Sonnenbestrahlung wesentlich höher als bei einer normalen Kübelbepflanzung. Wenn man darauf achtet, steht dem vertikalen Garten jedoch nichts mehr im Weg.

Der Kartoffelturm:

Was hat die meisten bis jetzt daran gehindert selbst Kartoffeln anzubauen? Der Platzmangel. Dafür gibt es jetzt eine Lösung, und zwar den sogenannte n„Kartoffelturm“ – eine Art Hochbeet für Kartoffeln.

Er besteht aus diversen dreieckigen Elementen – meistens aus Stahl oder Kunststoff – die man einfach übereinandersteckt sobald diese mit Saat und Erde befüllt sind.

Urban Gardening ist mehr als einfach nur gärtnern. Es steht für Kreativität, sowohl bei der Auswahl der Pflanzen, die angebaut werden als auch bei den dafür notwendigen Gefäßen.  Eimer, Paletten, alte Konservendosen, Weidenkörbe, Vasen – alles kann und darf verwendet werden. Durch upcycling lassen sich die tollsten Ideen umsetzen. So wird aus alten Milchverpackungen ganz einfach ein stylishes Pflanzengefäß.

Auch Plastiktüten und -flaschen finden wieder Verwendung. Die Plastikflasche wird einfach auf die richtige Größe zugeschnitten (den entstehenden scharfen Rand eventuell mit einem Feuerzeug „glätten“) und Löcher für den Abfluss des Wassers gebohrt und schon hat man ein Mini-Blumenbeet. Aus einer schier nutzlosen Plastiktüte entsteht rasch ein Pflanzsack. Einfach ausreichend Löcher in die Tüte stechen, Erde hineinfüllen und die gewünschte Pflanze einsetzen.

Mehr zum Thema Urban Gardening gibt es bald wieder hier am Blog. Bleiben Sie dran!