TECHNOLOGY UPDATE: Grüne Fassaden – Ein wertvoller Trend

Man sieht sie immer wieder und man sieht immer mehr davon. Häuser, die mit begrünten Fassaden optische Highlights setzen und sogar in dicht bebaute Innenstadtbezirke ein Stück Natur bringen, sind ein wichtiger Aspekt bei der Stadtentwicklung geworden.

Grüne Fassaden sind nicht nur besonders hübsch anzusehen, sie bringen auch jede Menge Vorteile. In Zeiten des Klimawandels leisten sie neben der optischen Aufwertung einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas und der Luftqualität, helfen die Feinstaubbelastung zu reduzieren und dienen als Schalldämpfer. Ganz nebenbei schützen die Pflanzen die Fassade auch vor Verschmutzung.

Pflanzen zur Verbesserung des Mikroklimas

Klimaexperten prognostizieren in unseren Breitengraden künftig heißere Sommer mit bis zu 100 Hitzetagen, an denen die Temperaturen die 30°C Marke deutlich übersteigen werden. Begrünte Fassaden helfen dabei die Umgebung zu kühlen. Um bis zu fünf Grad Celcius kann eine Fassadenbegrünung die Umgebungstemperatur senken. Messungen haben ergeben, dass die gefühlte Temperatur von Personen, die sich in der Nähe von begrünten Gebäuden aufhalten, sogar um bis zu 13°C kühler wahrgenommen wird. Wer schon einmal im Hochsommer durch einen Wald spaziert ist und die angenehm kühle Luft gespürt hat, kann diesen Effekt gut nachvollziehen. Natürlich können begrünte Fassaden keinen Wald ersetzen oder das gleiche Klima schaffen, dennoch ist der Mehrwert für Städte enorm.

In Wien gibt es bereits ein zukunftsweisendes Forschungsprojekt, das künftig für mehr Grün in Form von Pflanzen auf Fassaden und somit für ein besseres Mikroklima sorgen soll. Das Projekt „50 grüne Häuser“ wird in Wien-Innerfavoriten erprobt. Die dazu neu entwickelten Grünfassaden-Module „BeRTA“ sollen bald für ganz Wien und darüber hinaus erhältlich sein und bald zur Begrünung weiterer Stadtgebiete und Städte beitragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In Wien befindet sich bereits eine der größten begrünten Fassaden Europas. Auf rund 850 Quadratmetern Außenfläche am Gebäude der MA 48 sorgen 17.000 Pflanzen nicht nur für eine Verbesserung des Klimas der Umgebung. Begrünte Fassaden haben auch positive Nebeneffekte auf das Raumklima. Weitere sehenswerte begrünte Häuser der Stadt sind das Bezirksamt Margareten oder die MA 31.

Natürliche „grüne“ Klimaanlagen

Neben den positiven Effekten auf die Umgebungstemperatur und Luftqualität leisten begrünte Gebäudefassaden auch einen sehr wertvollen Beitrag für die Bewohner dieser sehr schön anzusehenden Häuser. Gleichzeitig bieten sie auch Sicht- und Sonnenschutz und können – richtig platziert – sogar statt Jalousien oder Vorhängen eingesetzt werden. An heißen Sommertagen sorgen die Pflanzen an der Außenwand von Häusern für Abkühlung und dienen so als natürliche Klimaanlagen während sie im Winter eine wärmedämmende Wirkung haben. Betriebskosten eines Gebäudes können so nachhaltig gesenkt werden.

Das Blattwerk begrünter Fassaden stellt auch einen ausgesprochen guten Lärmschutz dar. Schallwellen werden durch die Pflanzen geschluckt, wodurch eine Lärmminderung von bis zu 10 Dezibel erreicht werden kann.

Hoch im Kurs

Auch bei Wohnungssuchenden sind grüne Fassaden hoch im Kurs. Immer mehr zeigt sich, dass Wohnungen mit Begrünung beliebt und dadurch schneller verkauft oder vermietet werden.

Als Bauträger und Immobilienentwickler mit Weitblick haben auch wir diesen Trend längst erkannt und lassen die Begrünung unserer Neubauprojekte in unsere Planungen einfließen. Unser erstes Wohnbauprojekt mit begrünter Fassade realisieren wir am Hauptplatz 14 +15 in Mistelbach. Neben einer pflanzenreichen Gebäudewand dürfen die künftigen Bewohner auch über einen fantastischen Gemeinschaftsgarten auf dem Dach und private Freiflächen freuen.

Ein neues Technology Update gibt es bald wieder hier am Blog. Bleiben Sie dran!